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Moin Moin in die Strassenheld-gabriel.de Runde
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Gunter und Linth – Die Autobahn war ihr gemeinsames Zuhause
Bild: Linth Hendriksen privat

Mein Name ist Linth Hendriksen. Ich kannte die Songs von Gunter schon, als ich noch ein Lümmel, Rüpel oder Bengel war.
Schlager standen bei mir immer ganz oben in der Musik-Liga. Typisch für die 70er Jahre. Auf den LPs der Schlagergarde tauchte auf einmal ein ganz anderer Typ von Sänger und auch Musik auf. Er kristallisierte sich von allen Schlagersängern heraus.
Schon der Text und die Instrumente zwangen mich zum Zuhören. Als Beispiele führe ich nur auf: den Sprechtext “Mein Name ist Bruno Wolf,..” oder “Hey Boss, ich brauch’ mehr Geld” und “Intercitylinie Nr.4” als Titel. Das war ein ganz anderes Kaliber als damals üblich, ein anderer Typ von Sänger, Mensch und Texter.

Auf dem Hausboot in Hamburg
Bild: Linth Hendriksen privat

Ganz besonders durch diese Titel (aber auch anderen Songs von GG) geisterte der Mann immer in meinem Kopf rum, einfach so…
Das wir uns fast 20 Jahre später auf einem Rasthof in Berlin in die Arme liefen war purer Zufall. Ich dachte noch bei mir „will der Große kein Platz machen…?“ – da rempelte es schon. Er 1,90m – ich 1,76m. Er sagte etwas salopp: „Du hier?“, es folgte noch ein kleines Wortgefecht um dann gemeinsam etwas essen zu gehen – Vorschlag von Gunter.
Das Dinner und die Gespräche dauerten gut über eine Stunde. Zum Abschied gab er mir noch seine Telefonnummer mit den Worten „Ruf‘ mich an, aber wirklich“. Und so lief mir der über den Weg, der mich damals auf seinen LPs aufhorchen und zuhören ließ.

Ein besonderer letzter Gang für einen Freund
Bild: Linth Hendriksen privat

Ab hier folgten einige Telefonate in manchmal auch größeren Abständen.
Ich hatte mich gerade, schweren Herzens, von der Seefahrt verabschiedet und war als Fernfahrer in Europa unterwegs – und Gunter Gabriel? Überall in deutschen Landen.
Ab 2000 änderte sich alles: ich wechselte zu einer skandinavischen Fa. und fuhr so zweimal die Woche durch Hamburg, der Stadt in der auch Gunter wohnte.

Unsere Telefonate häuften sich, unsere Treffen ebenso. Wir stritten, diskutierten und lachten über alte aber vor allem neue Songs auf seinem Hausboot. Irgendwann waren wir Beide dann ausschließlich zusammen unterwegs. Zu geschäftlichen Gesprächen, zu Auftritten wegen der „Wohnzimmer-Tour“, bei Plattenfirmen, in Tonstudios, bei Freunden und Kollegen usw. usf. sowie in Hotels ohne Ende. 10.000 Km im Monat waren keine Seltenheit. In Sachen, texten und Musik wurde er meine Lehrmeister und Anschubser. Unsere Zeit die wir zusammen hatten war interessant und unvergesslich.

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